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Der Tod bei der Arbeit

F.K. Waechter ist tot. Das ist wirklich traurig, denn wie kaum jemand hat er früh die Dinge in meinem Geschmackszentrum zum guten gewendet. Und wenn ich mir die Conni-Heftchen so anschaue, weiß ich, wie gut ich es damals mit den Mitmachbüchern (und später dann, bewusster, sowieso) hatte.

Brüll ich also laut zum Fenster raus? Sollte ich.

ein versuch und ein wundervoller abend.
entdeckte die MUPPET SHOW bei mir ums eck, ganze 5 dvds mit ausgewählten folgen, englisch mit holländischen untertiteln.
ein wunsch, erst ein paar tage davor sehnte ich mir die tiere im walde herbei die FOR WHAT IT'S WORTH sangen ( there`s a man with a gun over there ...), schweine die in vikingerkostümen IN THE NAVY brüllen ( WE WANT YOU, WE WANT YOU AS OUR NEW RECRUITS,..., dannn nach dem überfall des dorfes: WE GOT YOU, WE GOT YOU AS OUR NEW RECRUITS ).
das schöne daran, es ist alles da und funktioniert noch genauso wie damals, wunderbare gesangsnummern ohne menschen und dann momente mit ihnen.john cleese, steve martin, gladys knight, peter sellers ( der einem muppet in der garderobe erklärt, es gäbe keinen peter sellers, dieser hätte sich in den vielen identitäten aufgelöst, das was eine BBC-doku erst in 90 minuten klarmacht - da sagt er es ...),alice cooper,elton john, bob hope.
immernoch großartig : die STAR WARS-folge , ohne han und leia, dafür aber mit dem doppelten mark hamill ( der mich wirklich das erstemal schauspielerisch überzeugt, und das meine ich einmal nicht böse !!!!) dem steppenden C3PO ( der damit die grenzen des steifen protokollroboters aufhebt und erstmals zeigt wieviel spiel in diesen bewegungen ist )und gonzo als DARTH NADER, natürlich mit einer viel zu großen nase ...
sehr schöne momente erwarten einen da; das ganze einmal ganz und in der wirklichen reihenfolge wiedersehen zu können wäre großartigst , das es überhaupt noch so schön ist ist schon aber
genug !

Wie schön. Endlich wieder ein Wenders-Film, vor dem man keine Angst haben muss. Ein Jarmusch-Film, auf den man sich freuen kann. Ein Haneke. in den ich mich reintraue. Und der neue Akin.

Alles sehr schön.

MILLION DOLLAR BABY

DARWINS ALPTRAUM

beide filme in den letzten tagen gesehen und von beiden umgehauen gewesen.
eastwood wird vielleicht wirklich immer besser, ausser da kommt jetzt ein neues BLOOD WORK dazwischen, ansonsten kann man da nix finden was einem aufstösst.wunderbar inszeniert und gespielt, immer den richtigen ton treffend.verdienterweise die oscars bekommen.
der dokfilm DARWINS ALPTRAUM führt ins unselige gebiet um den viktoriasee, zeigt den weg der monströsen nilbarsche vom fang zur verarbeitung und dann nach der verarbeitung gehts noch einen schritt weiter. die fischgräten werden aufgekauft, ein kipplaster voll kostet 100 euro, die mit maden versetzten reste werden von zombieähnlichen gestalten aus dem matsch geholt und zum trocknen aufgehangen.die arbeiter gehen barfuss durch den dreck, der mit fischresten und den dazugekommenen maden versetzt ist.in grossaufnahme kringeln sie sich zwischen den zehen.fischköpfe werden aufgeschnitten und frittiert.die menschen um den see herum ernähren sich von dem abfall de luxe.
die hoffnung auf einen ausweg oder besserung wurde einem schon früher genommen,die aufnahmen die der regisseur in seiner 4 jahre dauernden arbeit machte stellen sehr früh klar das man dort an einem endpunkt angekommen ist.
der tod von swank ist somit humaner als das leben der meisten dort.
wirklich erschreckend.ansehen.

beste, bzw. lustigste drehbuchaenderung die ich bisher gelesen habe :
in bild 119 wird KEINE hand abgetrennt und unter der tuer durchgeschoben !!!

Huch! Da läuft 50 Jahre Rock mit dem bunten Gerippe Gottschalk! Da tanzen Chris Norman, Chris De Burgh, Eric Burdon und so über die Bühne.
ARRGGH! WAS MACHT ROBERT SMITH UND THE CURE IN DEM ZIRKUS?
Ich hab mich ja damit abgefunden, dass die Hits meiner Jugend inzwischen auf Oldiesendern laufen - ABER DAS GEHT ZUWEIT!

STOP AGING NOW!

Man merkt schon, ich habe mir heute den Herrn der Ringe, Die Rückkehr des Königs, extended Version vorgeknöpft.
Das ist sehr gelungen, und um so mehr bin ich sauer, weil: Das hätte ich doch wirklich so gern im Kino gesehen. Die 40 Minuten mehr hätten niemand davon abgehalten, sich den Streifen anzutun. Das Thema, was das "extended version"-Wesen für das bedeutet, was man einst Originalversion nannte, wurde hier ja schon ausführlich diskutiert. Nun also aus gegebenem Anlass ein Blick auf die Verwertungskette: Erstmal müssen natürlich alle ins Kino, und für die, die es danach garnicht abwarten können, gibt es die Kinoversion auf DVD. Der Rest wartet natürlich auf die ja schon angekündigte "extended version", die man schon im Kino vorausahnt, weil sie, wie ich heute mit eigenen Augen sehen konnte, wichtige Szenen enthält, die man im Film schmerzlich vermisst: Das Ende von Saruman etwa, das im Kino wirklich sowas von fehlte, dass ich schon dachte, da wäre eine Rolle abhanden gekommen. Das muss man natürlich sehen, ein Jahr später hat man auch wieder Lust. Und dann, ja dann, so drei Jahre später, kommt, wie man bei "Coming Soon" lesen kann, dann das "Ultimate Box Set". Mit noch mehr Szenen! Die werden allerdings in die Filme nicht reingeschnitten (Sie sind fertig, sagt Jackson, womit die Frage nach dem "Orginal" für die Nachwelt ja beantwortet wäre - im Kino lief es nicht. Wozu auch...). Das ist gut. Aber es ist schon verdammte Geldschneiderei, denn ohne Probleme hätte man diese zusätzlichen Szenen ja auch auf die Extended Version DVDs raufbringen können - sie waren ja da. Und um die geht es den fans, auf die hier gezielt wird, ja: Noch mehr Dokus? Wer braucht das? Leider unsympathisch. Trotzdem dufter Streifen. Daaaa-Daa-Da-Da-Da!

http://www.comingsoon.net/news.php?id=7928

Na? Läutet da ein Glöckchen? Auch ich habe gerade zum ersten mal seit, na, 20 Jahren an diese Romantrilogie gedacht. Soll jetzt verfilmt werden - in drei Teilen. "The Tripods" (von John Christopher), Jugendlektüre aus unserer Stadtbücherei. Eine fesselnde Geschichte: Die Erde ist von dreibeinigen Monstern (gigantische Laufmaschinen, deren Insassen nie gesehen werden) unterworfen, sämtlicher moderner Technologie beraubt worden und lebt nun versklavt. Jedem über 15 (ja, so alt war auch ich damals) wird ein Sender ins Hirn gepflanzt, so dass er den neuen Herren der Welt dient. Ein Junge lehnt sich gegen die Tripods auf - und von dieser Auflehnung gegen Unterdrücker, die einen anpassen wollen, wenn man erwachsen wird, (Parabel!) handelt die Geschichte. Sehr spannend, phasenweise gruselig, philosophisch angehaucht - ein super Jugendbuch. Wenn die Helden der Jugend zu Stoff für Blockbuster werden, ist das wohl ein Zeichen, das man dasselbe Alter wie die Hollywood-Produzenten erreicht hat, die sich beim Pitch genauso an den Stoff erinnern und sagen: "Hey, das hab ich damals auch gelesen! Cool!" (Okay, das gilt NICHT für Harry Potter. Ich meine die eher unbekannten Sachen...)
Wann kommt eigentlich die große Mark-Brandis-Filmreihe??? (darauf warte ich wiederum schon seit 20 jahren...) (und kann echt nicht sagen, ob das nur entsetzlicher Trash oder eigentlich ganz OK war - damals brannte ich dafür.)
Natürlich verdammt gefährlich das ganze: Erinnere ich mich doch kaum an das Werk, nur ein allgemein-sentimental-positives Gefühl, ein paar Handlungsreste in der Großhirnrinde... das kann bei der Konfrontation mit der Realität schwer ins Auge gehen. Wie bei "Lord of the Rings" gilt: Auch dies eigentlich erst heute wirklich adäquat verfilmbar. Und es gibt auch die große Chance: Wie beim "Herrn der Ringe", den ich zu einer ähnlichen Zeit las, kann das allgemeine Filmerlebnis durch das ständige Wiederentdecken des fast Vergessenen (Ach ja, so war das, genau, Oh Gott, jetzt kommt das!) versüßt werden. Was ja auch das nacherleben längst vergessener Zustände bedeutet. Immer ran also. Und den Brandis nicht vergessen, Filmproduzenten!

cov-tripods

Die zehn Besten des Jahres, eines Jahres, das, was das Film gesehen haben angeht, Neues brachte: Dieses Blog, dieses Schreibexperiment, das Svenson und ich spontan begonnen hatten.. Und das, begonnen im Sommer, das Filmjahr sauber in zwei Teile zersäbelt: den unbeblogten und den beblogten, der naturgemäß (kürzer her und durch stetes Schreiben intensiver bedacht) insgesamt präsenter dasteht. Tatsächlich finden sich mit „Eternal sunshine of the spotless mind“ und „Elephant“ nur zwei Filme auf meiner Liste, die aus der vor-blog-Zeit stammen. „Eternal sunshine of the spotless mind“ als wunderbares Glasperlenspiel zweier wunderbarer Darsteller und für anrührende Szenen wie die mit der Strandparty. (Freu: Gondry bereitet einen Film mit dem Titel "Master of Space and Time" vor, über dessen Inhalt die IMDB lapidar vermerkt: "Two mad scientists discover a way to control reality".) „Elephant“ dafür, dass er gleichzeitig ein formal bestechender, erschütternder Kommentar auf einen aktuellen Schrecken unserer Gesellschaften ist und gleichzeitig einer der schönsten Filme über ein Zeitloses Thema, das Teenagersein im allgemeinen, den ich lange gesehen habe. Und dafür, dass er dem manischen Erklären des Michael Moore einen sehr bedachten Versuch des Verarbeitens gegenüberstellt. Ein Merkmal, das Fließen der Bewegung durch die Räume, die Wichtigkeit der Räume für die Menschen und das was sie tun, die Präzision der Beschreibung dieser Räume eint „Elephant“ mit „Collateral“, Micheal Manns bestechendem Thriller, der mich durch seinen Rhythmus, seiner Verschlungenheit, seine Poesie, sein Schillern bannte, aber vor allem damit erwischte, dass er so viel mehr ist als seine Geschichte, ohne es laut zu sagen. Ein Moment: Der Blick in die Augen zweier Wölfe. Ein banales Bild, kann man sagen, aber es ist der Anker für das über der Handlung schwebende Thema in diesem Film. Die Wölfe wollen nichts, sie haben in die Handlung nichts verloren, sie kommen nicht wieder. Sie haben in einem Mainstreamthriller nichts verloren. Der Raum spielt auch eine Hauptrolle in dem schwebenden „Vater und Sohn“ von Sokurov. Ein Film, der ganz ähnlich wie „Elephant“ über dieses Betonen einer anderen, ganz ungewohnten Raumwahrnehmung, Raumkonstruktion (Sokurov erschuf in den Straßen und über den Dächern von Lissabon sein ganz eigenes Petersburg) den Weg zum Nacherleben der Zustände ebnet, in denen die Figuren kreisen. Bricht in „Collateral“ das „andere“ plötzlich in die Geschichte ein, sind es hier Spuren der Geschichte, die sich in das „eigentliche“ vorwagen, aber hier wenig verloren haben. Hypnotisch. Ganz anders da „Internal Affairs II“, der kurz nach dem bereits brillanten ersten Teil gesehen, diesen noch übertrifft. Ein Genrefilm der Extraklasse, der mir das Vergnügen bescherte, fantastischen Darstellern zuzuschauen, die ich im ersten Teil bereits in zu wenigen Szenen als Nebendarsteller erlebt hatte und mir da schon mehr wünschte. Und es dann bekam. Ein toller Film, der das ostasiatische Talent für gutes Pathos und die Kunst, Handlung auf mythisch-schicksalhaftes zu reduzieren, ohne albern, erdenschwer oder belanglos zu werden, bebildert. Warum ich „Sky Captain“ toll finde, habe ich schon ausführlich beschrieben, und belasse es daher bei dem Wunsch, dass ich die Playmobilfiguren davon haben möchte. Das selbe gilt für „Spiderman“, obwohl, da müsste es LEGO sein. Ich mochte eigentlich alles an diesem Film, und müssen nicht eigentlich alle Hollywood-Komponisten neidisch auf Danny Elfman sein, der immer die Musik zu den ganz heißen Sachen machen darf, wo man so richtig reinhauen kann? Ganz groß in diesem Jahr: „Schau mich an“. Der erste Film in dieser Reihe, der wirklich ganz von seinen Darstellern und dem, was ihnen zu sagen das grandiose Buch schenkt, lebt. Und den ich nur so von der Leinwand geschlürft habe. Ähnlich, wenn auch ganz anders, nebenbei bei „Before Sunset“. Auch hier setze ich mich dazu, gehe nebenher, und freue mich an dem Gespräch erwachsener (und sehr toller) Menschen. Filme, die Fiktion sind, aber einen nicht an andere Orte entführen, sondern mit denen versöhnen, die man nun mal hat. Womit wir in Europa wären. Wir nähern uns: „Die Spielwütigen“ durchleben ihr leidenschaftliches Studium in Berlin. Andres Veiel macht jetzt einen Spielfilm. Über die RAF. Ach Mann! Es machen doch schon genug Leute Spielfilme über die RAF! Aber solche Dokumentarfilme! Gibt es nur wenige. Da wäre etwa „The five Obstructions“ von Lars von Trier. Womit ich mich der Heimat dieses Blogs was 1a Kino betrifft maximal angenähert hätte. That’s it, 2004.

...in diesem altmodischem Ding...wie heißt es noch---steht im Wohnzimmer...sag schnell...

 

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